Arbeitsplatzgestaltung – Bedürfnisse des Menschen

Im Fokus der Arbeitsplatzgestaltung stehen die Anpassungen der Arbeitsbedingungen an den Menschen und nicht die Anpassung des Menschen an gegebene Arbeitsbedingungen. Die Auswirkungen von einem reibungslosen Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine betreffen das gesamte Arbeitssystem.
Die Gestaltung des Arbeitsplatzes umfasst grundsätzlich drei Gebiete:

  • Die Positionierung des Arbeitsplatzes, um die zweckmäßigste Zusammenarbeit mit den vor- und nachgeordneten Stationen zu gewährleisten (Layoutplanung)
  • Die Installation von Transporteinrichtungen, welche einen leichten An- und Abtransport des Werkstücks ermöglichen (Produktion)
  • Der Aufbau des Arbeitsplatzes nach arbeitswissenschaftlichen und ergonomischen Gesichtspunkten. (z.B. die Anpassung an die Maße des menschlichen Körpers)

Ziele der ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung

Das Ziel der Humanisierung in der Arbeitswelt ist eine menschengerechte Gestaltung des gesamten Umfelds in der Unternehmung zu gewährleisten. Im Idealfall wird eine ausgewogene Belastung herbeigeführt, ohne dass Über- oder Unterforderungen entstehen. Eine gute Arbeitsatmosphäre ist ebenso erforderlich um die Bedingung einer geringen gesundheitlichen Belastung, sowohl physischer als auch psychischer Natur zu erfüllen.

Aus wirtschaftlicher Sicht erzielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter optimalen Arbeitsbedingungen die besten Ergebnisse. In weiterer Folge liefern sie einen erheblichen Beitrag zur Wertschöpfung und sichern die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Ergonomische Arbeitsplätze beeinflussen unter anderem das Betriebsklima positiv und erhöhen die Leistungsfähigkeit.

Im Zusammenhang mit der Arbeitsplatzgestaltung bietet sich die 5S-Methode als bewährtes Mittel an. Ursprünglich stammt die 5S-Methode aus Japan (Toyota-Produktionskonzept) und wurde zuerst in der produzierenden Industrie angewandt. Inzwischen ist sie auch im Dienstleistungssektor zunehmend vertreten. Durch Ordnung und Sauberkeit am Arbeitsplatz werden beispielsweise Suchzeiten verringert und die Gefahr von Arbeitsunfällen reduziert. In weiterer Folge trägt ein ordentlicher Arbeitsplatz zur Motivation von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei.

Die 5S-Methode umfasst folgende Schritte:

  • Sortieren („seiri“)
  • Systematisieren („seiton“)
  • Saubermachen („seiso“)
  • Standardisieren („seiketsu“)
  • Selbstdisziplin („shitsuke“)

Die 5S-Methode ist nur einer von vielen Ansätzen um den Arbeitsplatz für Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern optimal zu gestalten. Arbeitsplätze können nicht pauschal angepasst werden. Es ist wie in vielen anderen Bereichen, auch hier die richtige Auswahl und das richtige Maß entscheidend um die jeweiligen Anforderungen bestmöglich zu erfüllen.

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    • Hobby- und Sport-Netzwerke – Dieses Netzwerk ermöglicht es Kollegen in einem anderen Blickwinkel zu sehen und Gemeinsamkeiten zu finden, welche vielleicht im Büroalltag nicht vorhanden sind. Das kann zu einem starken Zugehörigkeitsgefühl führen und das Klima im Unternehmen verbessern.
    • Soziale Netzwerke – Die Schaffung eines Netzwerkes für bestimmte Gruppen, beispielsweise Frauen-Netzwerke oder ein Eltern-Stammtisch bringen das Bild der Diversität zum Leben.
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