Bewusstseinsbildung Mittelstand 4.0

Das digitale Zeitalter ist angekommen! Mittlerweile in jeder einzelnen Branche, Unternehmenskategorie und in allen Industriebereichen. Vor allem sind jetzt auch Klein- und Mittelunternehmen stark betroffen und gefordert. Es führt kein Weg daran vorbei, sich als KMU anzupassen und sich zu öffnen, um für Veränderungen und Verbesserungen Platz zu schaffen. So ist die Begrifflichkeit „Mittelstand 4.0“ entstanden.

Aber in welchen Bereichen eines Betriebs wird der Digitalisierungsstand gefordert?

Die Antwort ist ganz klar: in ALLEN und das muss nun allen Entscheidungsträgern bewusst sein. Die Zeit hat ein Ablaufdatum – besser heute handeln und investieren, anstatt morgen von anderen eingeholt zu werden.

Natürlich ist eine Digitalstrategie mit erheblichen Investitionen verbunden. Viele KMU sind der Meinung, auf diesen Zug nicht aufspringen zu können, weil sie die Hebel dafür einfach nicht haben. Nichts zu investieren ist jedenfalls nicht der gewinnbringende Zugang. Es muss nicht gleich die ganze „Familien-Trüffel-Pizza“ auf einem Schlag verzehrt werden, aber die „Trüffel-Pizza“ kann in kleine Stücke geteilt werden und schrittweise verzehrt werden. Das Geheimnis liegt in einer gründlichen Prozess- und Geschäftsmodellanalyse. Dabei lässt sich erkennen, dass auch mit eingeschränktem Budget, neuer Schwung in das Tagesgeschäft gebracht werden kann und Kundenanforderungen schneller erfüllt werden können.

Die folgenden vier Punkte sollen für die Unternehmen einen Überblick schaffen, welchen Mehrwert die Digitalisierung mit sich bringt.

  • „Industrie 4.0“: In der Produktion kann die Flexibilität bei gleichbleibender Produktivität gesteigert werden. Dadurch wird eine schnellere Anpassung an den Markt und eine vermehrte Anzahl an Produktvarianten möglich und beherrschbar.
  • „Logistik 4.0“: Materialflüsse werden transparent und nachverfolgbar. Daraus wird die Effizienz gesteigert sowie eine anschauliche Planung von Lagerflächen und Transportwegen etc. erreicht. In weiterer Folge können Termine, bedingt durch optimierte Logistik besser gehalten werden.
  • „Arbeit 4.0“: Unterstützung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durch Assistenzsysteme, orts- und zeitunabhängige Informationsversorgung zentrale Faktoren dar. Auf Grund veränderter Tätigkeiten können auch Weiterbildungsmaßnahmen für MitarbeiterInnen erforderlich sein.
  • „Finanz 4.0“: Vollautomatische Prozessabwicklung können speziell Back-Office-Prozesse effizienter abgewickelt werden. Anwendungsfälle sind beispielsweise Bestellabwicklungen, Rechnungslegung oder Finanz- und Liquiditätsmanagement.

Das Fundament für die oben angeführten Ausprägung der Digitalisierung sind bewusstseinsbildende Maßnahmen aller Art für die digitale Transformation. Kommunikationskampagnen, politische Initiativen, Beauftragung von Studien und Verbreitung der Studienergebnisse sind nur wenige Auszüge aus vielen Möglichkeiten, die sich hier ergeben.  Das betrifft zum einen die Unternehmen selbst, ganz stark die Politik und auch die Bevölkerung als Ganzes. Denn die potenziellen Auswirkungen von Industrie 4.0 erfassen schlussendlich die gesamte Gesellschaft und dies bedarf bei allen Bürgern ein Bewusstsein für die digitale Transformation. Dazu ist es erforderlich, dass nicht nur die Geschäftsführung, sondern alle Mitarbeiter erreicht werden. Eine Unternehmenskultur, welche die damit einhergehenden Chancen und Risiken begreiflich macht, ist erforderlich.

„Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“

Carl Josef Neckermann

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