Hoshin Kanri – Mit Kompass zum Ziel

Viele Unternehmen setzen sich zu Beginn eines neuen Jahres größere Ziele und stellen sich daraufhin die Frage, wie sie dieses Ziel erreichen können. Damit beschäftigt sich die Hoshin-Kanri-Methode, japanisch für „Richtung“ und „Planung“. Auf Deutsch: wie plane ich meinen Weg? Welche Richtung schlage ich ein, um mein Ziel zu erreichen? Denn ganz nach dem kleinen Prinzen: Ein Ziel ohne einen Plan ist nur ein Wunsch.

In 7 Schritten zum Erfolg

Mit Hoshin Kanri können Unternehmen realistische Ziele setzen und diese innerhalb von sieben Schritten erreichen.:

  1. Festlegung der Unternehmensvision
  2. Ziele definieren
  3. Ziele in Jahresziele gliedern
  4. Jährliche Ziele anwenden
  5. Umsetzung der Jahresziele
  6. monatliche Überprüfungen
  7. jährliche Überprüfung, um erzielte Endergebnisse zu bestätigen

Der Weg zur Zieldefinition wird durch ein im Lean Management bekanntes Tool erleichtert: der sogenannte „Catchball“. Dieses Hilfsmittel ermöglicht die Koordination der Ziele des Unternehmens mit einzelnen Aktionen der Mitarbeiter aller Hierarchieebenen. Dabei legt die Geschäftsführung Ziele für das Unternehmen fest und schlägt einen Strategievorschlag vor. Dieses Paket, auch „Ball“ genannt, wird der  untergeordneten Ebene „zugeworfen“ und fordert ein Feedback und taktische Verbesserungsvorschläge ein. Der „Ball“ wird mehrmals  zwischen den beiden Ebenen gespielt, bis es zu nützlichem Konsens kommt. Daraufhin bekommt die nächstuntere Hierarchiestufe das Paket „zugeworfen“. Auf diesem Weg wird das untere Ende der Pyramide erreicht. „Catchball“ ist eine Möglichkeit allen Personen eines Unternehmens, die Chance zu geben ihre Stimme zu heben und ihre Vorschläge kundzutun. Dadurch ermöglicht sich  eine schnelle Steigung des Engagements der Mitarbeiter, eine kontinuierliche Verbesserung und ein reger Informationsaustausch über alle Hierarchieebenen.

Hoshin Kanri macht somit aus einem Wunsch ein – mit sieben Schritten erreichbares – Ziel.

„Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.“

Henry Ford

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