Ökologische Nachhaltigkeit – Eine bessere Umwelt für uns alle

Die ökologische Nachhaltigkeit ist eine Dimension des Triple-Bottom-Line Ansatzes, auch als Drei-Säulen Modell bekannt. Die weiteren Säulen werden durch die Ökonomie und Soziales dargestellt. Das Fundament bilden Natürliche Ressourcen und das Klima. Der Schwerpunkt der Ökologie liegt auf dem Umgang mit der Natur und diesen auf jene Weise zu gestalten, dass für alle Menschen aktueller und künftiger Generationen eine intakte Umwelt gewährleistet ist. Dies umfasst den Erhalt der Artenvielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt, die Pflege von Kultur- und Landschaftsräumen und vor allem den Klimaschutz.

Aus der Perspektive von Unternehmen zielt diese Dimension vorrangig darauf ab, negative Umweltauswirkungen von Wirtschaftsaktivitäten möglichst gering zu halten. Grundlage dafür bildet die qualitative und quantitative Erfassung aller relevanten Umweltwirkungen. Die wohl bekannteste Methode ist das Verfahren der Ökobilanz (Life-Cycle-Assessment – LCA). Diese analysiert alle Umweltaspekte und potenziellen Umweltwirkungen über den gesamten Lebenszyklus hinweg, welche mit einem Produkt gekoppelt sind.

Nach der Global Reporting Initiative können insbesondere folgende Kenngrößen bzw. Indikatoren zur ökologischen Bewertung herangezogen werden:

  • Material: Verwendetes Material per Gewicht/Volumen, recyceltes Material in Verwendung, oder in ihrer ursprünglichen Form wiederverwendete Materialien inklusive Verpackung
  • Energie: Energieverbrauch im Unternehmen, Energieverbrauch außerhalb des Unternehmens, Energieintensität, Energieverbrauch senken, Reduktion der Energieanforderung an Produkten und Services
  • Wasser: Wasserentnahme, Wasserverbrauch, Wasserabfluss
  • Biodiversität: Signifikante Auswirkungen von Aktivitäten/Produkte & Services auf Biodiversität, Schutz der Naturräume
  • Emissionen: Direkte Treibhausgas- (CO2-) Emissionen, indirekte CO2-Emissionen, CO2-Emissionen Intensität, Reduktion der CO2-Emissionen, Emissionen von ozonabbauenden Stoffen
  • Abfall: Nach Art und Entsorgungsmethode, signifikante Verschmutzungen, Transport gefährlicher Stoffe
  • Einhaltung von Umweltvorschriften: Nichteinhaltung von umweltrelevanten Gesetzen und Vorschriften
  • Lieferanten – Umweltbewertung: Screening neuer Lieferanten mit Bezug auf Umweltkriterien, negative Umweltauswirkungen in der Supply Chain

 

Ökologische Nachhaltigkeit fordert Unternehmen, die Politik, Verbände und im Prinzip jeden Menschen die natürlichen Lebensgrundlagen neu zu bestimmen und neu zu gestalten. Die Belastbarkeit ökologischer Systeme muss neu bewertet und im Tun und Handeln berücksichtigt werden. Das erfordert ein stetiges Umdenken und kein Streben nach kurzfristigen „QuickWins“. Weitblick ist gefragt, denn das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht.

„Ökosysteme sind wie riesige Netze, die reißen, wenn zu viele Maschen fehlen.“

Helmut Glaßl

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