Wie Unternehmen auf die aktuell steigenden Preise und Lieferengpässe reagieren können

Preissteigerungen, vor allem für Energie, sind neben Zuliefer- & Lieferkettenproblemen aktuell die größten Herausforderungen die Unternehmen zu meistern haben. Zusätzlich zu den Energie- und Beschaffungsproblemen, welche durch den Ukraine-Krieg noch weiter verstärkt werden, kämpfen Unternehmen auch mit Personalmangel.

Es ist demnach keine Verwunderung, dass die aktuelle Preislage auch Einzug in die Agenden von Managerinnen und Managern gefunden haben. Ergebnis: Die Inflation leistet den Lieferengpässen als derzeit größtes Unternehmensrisiko gute Gesellschaft.

Gründe

Der Grund für die derzeitige Situation ist nicht einfach auszumachen. Zum einen wollen Unternehmen nach eingeschränkten Monaten der Corona-Pandemie die Produktion wieder maximal auslasten. Zum anderen spielen auch besondere „Events“ wie das steckengebliebene Containerschiff Ever Given oder der Ukraine-Krieg eine bedeutende Rolle. Auch geldpolitische Maßnahmen tragen zur aktuellen Situation bei.

Diese Unsicherheiten lösen bei Unternehmen berechtigte Sorgen über die Zukunft aus. Die logische Antworte der Unternehmen auf die Preissteigerung ist das Anpassen der Preis- und Einkaufsstrategie. Allerdings ist das langfristig keine optimale Lösung. Auch wenn Kunden bereit sind mehr zu bezahlen, werden die derzeit zusätzlichen Kosten nur gering gedeckt. Mehr Einfluss dagegen lässt sich über den Einkauf erzielen. Große Einkaufsvolumen und langfristige Verträge sind erste Ansatzpunkte, um das Risiko zu minimieren. Um die Kosten und/oder Ressourcenengpässe jedoch nachhaltig in den Griff zu bekommen, braucht es stabile und effiziente Prozesse entlang der Wertschöpfungskette.

Lösungen

Wir glauben, dass Unternehmen über die konventionellen Steuerungshebel hinausblicken und einen ganzheitlichen Ansatz zur Bewältigung der Probleme wählen müssen. Diese Perspektive umfasst auch weitreichende Veränderungen in welcher Art und Weise Produkte entwickelt und hergestellt werden. Es ist vorteilhaft sich mit dem Design der Lieferkette zu befassen, um daraus Potential zur nachhaltigen Transformation zu erkennen. Die schlagkräftigsten Reaktionen auf steigende und volatile Preise sind daher strukturelle Veränderungen der Wertschöpfungskette und die digitale, ganzheitliche Transformation des Unternehmens.

Grundbaustein Prozessmanagement

Transparenz durch Value-Stream-Mapping ermöglicht die Identifikation von wertschöpfenden und nicht-wertschöpfenden Tätigkeiten und zeigt damit Einsparungspotenzial auf. Mit einer gezielten Maßnahmen- und Umsetzungsplanung lassen sich diese nicht-wertschöpfenden Tätigkeiten eliminieren und wertschöpfende Tätigkeiten optimieren. Dadurch erfolgt eine Harmonisierung der Fertigungsprozesse zu Material- und Informationsfluss und ermöglicht die Sicht auf wichtige strategische Themen.

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