Industrialisierung der Holz Industrie
Holz im Fahrzeugbau: Berechenbar wie Stahl
Naturstoff Holz durch klare Prozesse und Standards fit für die Serienproduktion
Das Forschungsprojekt WoodC.A.R. hat das Ziel, Holz berechenbar für die Automobilindustrie zu machen. Die Herausforderung lag in der Diskrepanz zwischen einem variablen Naturwerkstoff und den strikten Normen des Fahrzeugbaus. LEAN MC lieferte das fehlende Bindeglied: Durch Systems Engineering und gezieltes Qualitätsmanagement wurde die Holzindustrie „automotive-ready“ gemacht. Das Ergebnis sind validierte Simulationsmodelle und neue Marktchancen für 20 Partner.
Die Herausforderung
Die Automobilindustrie verlangt 100% Verlässlichkeit. Ein Naturstoff wie Holz schwankt jedoch in seinen Eigenschaften.
Der Pain Point: Die Partner aus der Holzindustrie verfügten nicht über die nötigen Prozesse (z.B. FMEA, ISO-Standards), um als Tier-1-Lieferanten für VW oder Magna akzeptiert zu werden.
Das Risiko: Ohne industrielle Standards drohte das 5-Millionen-Euro-Projekt an der mangelnden Umsetzung in die Serienproduktion zu scheitern. Es fehlte die „gemeinsame Sprache“ zwischen Tischler und Ingenieur.
Die Lösung: The LEAN Way
LEAN MC fungierte als Übersetzer und Strukturgeber zwischen den Welten. Wir haben Komplexität beherrschbar gemacht – The LEAN Way:
Implementierung einer klaren Entwicklungsstruktur (MBSE), die sicherstellt, dass Kundenanforderungen (Lastenheft) technisch sauber in Bauteile übersetzt werden.
Durchführung einer umfassenden Qualifizierungsreihe für die Holz-Partner. Wir schulten Methoden wie FMEA (Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse) und den Produktionslenkungsplan (PLP), um Holzprozesse serienreif abzusichern.
Einführung von Standards, die den strengen Audit-Vorgaben der Automobilbranche (VDA/ISO) standhalten.
Das Ergebnis
Durch die Struktur von LEAN MC wurde aus Grundlagenforschung eine industrielle Erfolgsgeschichte:
Holz ist nun im Crashfall berechenbar und simulierbar wie Stahl oder Carbon.
Die beteiligten Holzunternehmen sind nun qualifiziert, als Zulieferer für die Mobilitäts- und andere Branchen zu agieren.
Durch präventives Qualitätsmanagement wurden Fehlerkosten in der Entwicklung drastisch gesenkt.
„Wir konnten die Lücke zwischen Handwerk und Hightech-Industrie schließen. Wir haben jetzt nicht nur einen Werkstoff, sondern einen validierten Prozess.“
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