Ökosysteme im Wettbewerb

Das Internet der Dinge (IoT) umfasst mittlerweile fast jedes Produkt und schafft eine Verbindung zwischen der realen Welt und der digitalen Welt. Unternehmen können nun in Echtzeit die Verwendung ihrer Produkte verfolgen. Das führt zu einer Veränderung des Geschäfts von B2B zu B2B2C. Das Problem ist, dass die Produkte in fast allen Branchen vom Internet abhängig sind. Diese einfach mit einer Internetverbindung auszustatten, reicht aber nicht aus. Unternehmen müssen ihr komplettes Geschäftsmodell überdenken.

 

Spricht man Unternehmen auf die digitale Transformation an, reagieren diese häufig mit drei Aussagen:

  1. „Software ist nicht unsere Kernkompetenz“ – viele Managerinnen und Manager sehen die Digitalisierung als etwas, was „andere“ beherrschen. Der Fokus liegt am Kerngeschäft, welches nicht digital ist. Dadurch werden die Chancen eines vernetzten Geschäfts ausgelassen.
  2. „Das ist eine rein technologische Angelegenheit“ – gerne werden diese Angelegenheiten der F&E-Abteilung oder der IT übertragen. Diese sollen dann kommunikationsfähige, intelligente und mit Sensoren bestückte Produkte entwerfen. Dieses „Overengineering“ bringt weder dem Kunden noch dem Unternehmen etwas.
  3. „Wir haben eine neue Position für das Thema Digitalisierung geschaffen“ – Wenn Geschäftsführer wenig Ahnung von der Materie haben, delegieren sie gerne an Experten. Leider verkommen diese Positionen schnell zu Stabsstellen und sitzen bei strategischen Entscheidungen nicht mit am Tisch.

 

Unternehmen werden sich dem großen technologischen und wirtschaftlichen Trend der digitalen Transformation nicht entziehen können. Daher sollten Sie die Chance nutzen und Ihr Unternehmen zukunftsfit machen.

Warum der Zeitpunkt zum Handeln jetzt der richtige ist:

  • Vernetzung ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Technologie ist allgegenwärtig und bestimmt unser aller Leben.
  • Digitale Technologie wird zur Massenware. Wettbewerbsvorteile aus Technologien sind heute nur mehr von kurzer Dauer.
  • Die Transaktionskosten sinken auch zwischen den Unternehmen. Dadurch ergeben sich neue kollaborative Geschäftsmodelle.
  • Der Point of Sale verlagert sich in die Taschen der Kunden, den dort sind Ihre Smartphones.
  • Die Wirtschaft organisiert sich in Ökosystemen. Diese entstehen, wenn Unternehmen kooperieren, um einen Mehrwert für den Kunden zu schaffen.
  • Coopetition wird zur Norm. Coopetition ist eine Mischung aus Kooperation und Konkurrenz. In unserer vernetzten Welt findet der Wettbewerb nicht mehr zwischen einzelnen Unternehmen statt, sondern zwischen ganzen Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodellen.

 

Die Formel für den Unternehmenserfolg lautet daher Kundenwert + Unternehmenswert + Partnerwert = Mehrwert in Ökosystemen.

Ökosysteme wie beispielsweise Mobilität, Gesundheit, Bildung oder Wohnen werden in Zukunft den Ton angeben und sich über mehrere Branchen hinweg verteilen. Eine Vielzahl von Branchen, welche bisher unabhängig voneinander waren, werden sich in Zukunft zu solchen übergreifenden Ökosystemen zusammenschließen.

Deshalb müssen Unternehmen ihr Geschäftsmodell genau unter die Lupe nehmen und die Kernfragen der Geschäftsmodellentwicklung (Wer sind die Kunden? Was bieten wir den Ihnen an? Wie setzen wir unser Angebot um? Wie verdienen wir damit Geld?) zu beantworten wissen.

„Business models and value propositions expire like a yogurt in the fridge“

Alexander Osterwalder

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